“Mach' Sport", haben sie gesagt, “du wirst dich danach fantastisch fühlen!". Was sie dir nicht gesagt haben? Dass du dich die nächsten Tage wegen Schmerzen kaum bewegen kannst und selbst der Gang zum Kühlschrank einem Marathon gleicht.
Da du gerade diesen Artikel liest, geht es dir aktuell wahrscheinlich genau so und du fragst dich verzweifelt: Was hilft schnell gegen Muskelkater?
Keine Sorge, wir von Vetain haben die Antwort! In diesem Artikel zeigen wir dir die besten Mittel gegen Muskelschmerzen und erklären dir, wie du deinen Kater loswerden kannst. Mit unseren Tipps und Tricks bist du bestimmt bald schon wieder fit!
Damit wir auf dem gleichen Stand sind, gehen wir nochmal kurz zu den Basics zurück:
Dein Wissen To Go: Was hilft gegen Muskelkater?
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Bei akuten Schmerzen können Ruhe und Erholung, gesunde Ernährung, Wärme bzw. Kälte sowie leichte Bewegung schnell Linderung verschaffen.
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Auch Sportsalben und ätherische Öle sind als Hausmittel gegen Muskelkater beliebt.
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Kräftige Massagen, starkes Dehnen und intensiver Sport bei Muskelkater sind No Go's – gönne deinem Körper Ruhe.
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Am besten ist es jedoch, Muskelkater gar nicht erst entstehen zu lassen. ;)
Was ist Muskelkater und wie entsteht er?
Bevor wir die Frage "Was hilft gegen Muskelkater?" klären, schauen wir uns einmal dessen Entstehung an. Wenn wir trainieren und dabei neue oder besonders anstrengende Übungen machen, kann es passieren, dass unsere Muskeln überlastet werden und kleine Risse bekommen. Diese Risse müssen heilen. Dabei kommt es zu einer Entzündung und es finden verschiedene Reparaturmechanismen statt – das verursacht dann Schmerzen, die du einige Stunden bis Tage nach dem Training merkst.
Hier können wir auch direkt eine häufig gestellte Frage beantworten: Ist Muskelkater gut? Naja, eher nicht. Er zeigt einfach, dass dein Körper auf Belastung reagiert und Muskeln aufbaut. Das ist aber auch ohne den Kater möglich! Wenn du effektiv trainierst, die Belastung schrittweise steigerst, deinem Körper ausreichend Regenerationszeit gibst und ihn mit guten Nährstoffen versorgst, kannst du genauso gut Muskeln aufbauen – ganz ohne Schmerzen. Muskelkater sollte also nicht als Maßstab für deinen Trainingserfolg dienen! Zu viel Muskelkater kann nämlich auch ein Zeichen für Übertraining und eine “Überforderung deines Körpers” sein. Mal Muskelkater zu haben ist also nicht schlimm, du solltest aber nicht mit dem Ziel, Muskelkater zu bekommen, trainieren – das tut dir langfristig nicht gut!
Wenn dich das Thema interessiert und du mehr darüber erfahren möchtest, wie der Kater entsteht, kann ich dir unseren Artikel "Trotz Muskelkater trainieren?" ans Herz legen.
Wahrscheinlich hast du es schon geahnt: Leider gibt es kein Wundermittel gegen Muskelkater. Die “Verletzung” muss – genau wie ein kleiner Kratzer auf deiner Haut – eben heilen und das braucht einfach seine Zeit. Das beste Mittel gegen Muskelkater ist daher, erst gar keinen entstehen zu lassen. Es gibt tatsächlich einige Mittel und Wege zur Vorbeugung der Schmerzen. Und auch wenn Vorbeugung immer ein bisschen langweilig klingt, kannst du hier mit einfachen und schnellen Strategien viel erreichen, damit du dich in Zukunft gar nicht mehr fragen musst: Was hilft bei Muskelkater?
Wie kannst du also Muskelkater vermeiden?
Muskelkater vorbeugen – so geht’s
Du möchtest wissen, was gegen Muskelkater wirklich hilft? Vorbeugen. Du kannst nämlich einiges dafür tun, um dich und deine Muskeln zu schützen!
- Gib deinem Körper Zeit, sich an neue Bewegungen und Übungen zu gewöhnen. Meistens entsteht Muskelkater, weil man im Training zu schnell zu viel will. Geh also nicht direkt von 0 auf 100, sondern steigere dich langsam und schrittweise. So werden deine Muskeln nicht überfordert, sondern können sich nach und nach an die Belastung anpassen.
- Bevor du mit deinem Training startest, ist es außerdem wichtig, dass du dich gut warm machst und so deine Muskulatur auf die Belastung vorbereitest. Das kann helfen, das Risiko für eine Überanstrengung zu senken und Verletzungen vorbeugen.
- Führe deine Übungen sauber aus und plane nach dem Training ein entspannendes Cooldown ein, denn das lieben deine Muskeln.
- Nicht zu vernachlässigen: Probiere dich generell fit zu halten (trainierte Muskeln bekommen seltener Muskelkater) und achte auf deine Ernährung!
Und jetzt ... Trommelwirbel … widmen wir uns endlich der Frage: Was kann man gegen Muskelkater machen?
SOS: Was hilft gegen Muskelkater? Hausmittel und Tipps gegen Muskelkater
Nun ist das Kind aber schon in den Brunnen gefallen – Vorbeugung bringt dir nichts mehr. Dir tut alles weh und du willst den Muskelkater einfach nur wegbekommen. Was hilft also schnell gegen starken Muskelkater?
Hier findest du eine Liste mit DOs und DON’Ts, damit du schon bald wieder schmerzfrei bist:
DOs bei Muskelkater
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Wärme: Wärme in Form von warmen Bädern, Saunagängen oder warmen Umschlägen (besonders praktisch bei Muskelkater im Oberschenkel!) fördert die Durchblutung im betroffenen Bereich. Dadurch können die kleinen Verletzungen besser heilen. Außerdem lockert Wärme bei Muskelkater deine Muskeln, was dir gut tun wird.
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Kälte: Skurril, aber wahr; neben Wärme kann auch Kälte unterstützend wirken. Am besten direkt nach dem Training, aber auch später, wenn der Kater richtig rauskommt, können Eisbeutel, kalte Duschen oder eine Kryotherapie in der Kältekammer gegen die Schwellungen helfen.
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Ruhe: Deine Muskeln brauchen eine Pause – dazu gehört übrigens auch guter Schlaf. Intensives Training ist also erstmal gestrichen, bis es deinem Körper wieder besser geht. Lockere, leichte Bewegung ist aber weiterhin erlaubt und kann sogar die Regeneration fördern. Die häufige Frage, ob Sport gegen Muskelkater hilft, können wir also mit einem klaren Jein beantworten! 😀
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Sportsalben und ätherische Öle: Auch sie regen die Durchblutung an und können so auf ähnliche Art wie Wärmeanwendungen helfen. Pfefferminz- und Rosmarinöl sind besonders gut geeignet und auch häufig als Wirkstoff in Sportsalben enthalten. Achte hier unbedingt darauf, dass die Öle für den Hautkontakt geeignet sind!
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Ernährung: Auch deine Ernährung ist interessant, wenn es darum geht, was gegen Muskelkater hilft – dazu später mehr.
Muskelkater: Wärme oder Kälte?
Du hast extremen Muskelkater und kannst dich kaum bewegen. Na, was hilft nun gegen Muskelkater? Die kurze Antwort: Beides kann helfen, wenn du den Muskelkater schnell loswerden möchtest. Wärme und Kälte setzen an verschiedenen Punkten an und unterstützen deine Muskeln auf unterschiedliche Weise. Oft wird geraten, Kälte direkt nach dem Training anzuwenden. Und wann hilft Wärme bei Muskelkater? Wärme wirkt am besten etwas später, wenn die Schmerzen beginnen. Probiere es doch einfach mal aus und schaue, was dir gerade gut tut. Du kannst auch beides miteinander kombinieren – Wechselduschen tun beispielsweise vielen gut und haben sich als sehr hilfreich erwiesen!
Ob du also deinen Muskelkater kühlen oder wärmen möchtest, bleibt ganz dir überlassen.
DON’Ts bei Muskelkater
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Kräftige Massagen: Bei starken Massagen werden die ohnehin schon beanspruchten Muskeln noch mehr gereizt – statt Linderung kannst du so sogar noch mehr und länger andauernde Schmerzen bekommen. Leichte Massagen können hingegen unterstützend wirken und dir gut tun.
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Weiter trainieren: Muskelkater ist ein deutliches Zeichen deines Körpers, dass er eine Pause und Erholung braucht. Wenn du die betroffenen Muskeln jetzt trotzdem weiter belastest, kann es zu richtigen Verletzungen und noch längerem Ausfall kommen.
Keine Sorge: Andere Muskelgruppen kannst du unbesorgt weiter trainieren – bei Muskelkater im Oberschenkel kannst du zum Beispiel weiterhin ein Oberkörperworkout machen. Schone aber die schmerzende Region!
Dehnen bei Muskelkater? Ja oder Nein?
Dehnen oder schonen – was hilft gegen Muskelkater? Hier scheiden sich die Geister: Während manche Profis auf die Bedeutung von Dehnen in der Vorbeugung und Behandlung schwören, sagen andere, dass es keinen Einfluss hat oder sogar schädlich sein kann!
Die Studienlage? Nicht so rosig. Klar ist, dass starkes und auch falsches Dehnen nicht förderlich ist! Denn das belastet deine gestressten Muskeln nur noch mehr. Logisch, oder? Wenn du einen Kratzer auf der Hand hast, merkst du ja auch, dass es besonders weh tut, wenn die Haut an dieser Stelle gespannt wird. Gleichzeitig kann eine ganz sanfte Dehnung die Muskeln aber lockern und die Regeneration fördern. Höre am besten auf dein Bauch- und Muskelgefühl und mache das, was sich für dich gut anfühlt – bei Schmerzen solltest du jedoch immer sofort aufhören!
Iss dich schmerzfrei – Ernährung bei Muskelkater
Eine gute Ernährung kann einen Kater zwar nicht verhindern, macht deinen Körper aber insgesamt fitter und beeinflusst den Regenerationsprozess. Die richtige Ernährung kann also unterstützend wirken. Kleiner Spoiler: Auch Schokolade steht auf der Liste der Lebensmittel gegen Muskelkater!
Also, was hilft wirklich gegen Muskelkater?
Entzündungshemmende Lebensmittel
Grünes Gemüse und Obstsorten wie (Sauer-)Kirschen oder Beeren sind bei sportlich Aktiven sehr beliebt.
Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E oder Polyphenole
Rote Obstsorten (besonders Beeren!), Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Nüsse enthalten viele Antioxidantien.
Proteine
Überraschung! Proteine versorgen deine Muskeln mit wichtigen Aminosäuren, den Bausteinen der Muskeln. Darauf erstmal einen Proteinshake!
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Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind immer Teil einer abwechslungsreichen Ernährung – so auch bei sportlich Aktiven. Kohlenhydrate und Proteine in Kombination sind sehr beliebt.
Supplements
Hier wird aktuell ganz viel geforscht, wie Kreatin, Kollagen und auch eine gute Versorgung mit Vitamin D oder Omega-3 eine Rolle im Sport spielen könnten. Wir halten dich dazu auf dem Laufenden!
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Extra Tipps: Was hilft gegen Muskelkater?
Zimt, Ingwer und Kurkuma sind wahre Alleskönner und auch bei einer sportlichen Ernährung beliebt. Vergiss außerdem nicht, ausreichend Wasser zu trinken!
Ich weiß, du wartest nur darauf: Ja, Schokolade ist tatsächlich beliebt! Dabei ist der in Schokolade enthaltene Kakao der heimliche Held! Dieser enthält nämlich viele Nährstoffe. Achte am besten auf eine hochwertige Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil. Und denke immer daran; in Maßen, nicht in Massen genießen.
Was außerdem besonders wichtig ist: Eine gesunde Ernährung hilft zwar auch im Akutfall, richtig wirksam ist sie jedoch nur, wenn du dich regelmäßig gesund ernährst. Gönne deinem Körper also öfter mal Obst und Gemüse und nicht nur, wenn du gerade Muskelkater hast.
Wenn es um die Frage “Was tun gegen starken Muskelkater?” oder noch besser “Was hilft schnell gegen starken Muskelkater” geht, wird häufig auf Magnesium hingewiesen – doch was ist da wirklich dran?
Hilft Magnesium gegen Muskelkater? Das sagt die Wissenschaft
Auch hier ist die Studienlage, was gegen Muskelkater hilft, leider schwierig. Aktueller Stand ist, dass Magnesium den Muskelkater nicht sofort heilen kann. Klar, die kleinen Verletzungen müssen ja heilen, da kann auch die berühmte "Banane gegen Muskelkater" keine Wunder vollbringen.
Aber: Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zum Elektrolytgleichgewicht bei. Eine gute Magnesiumversorgung kann also nicht schaden – baue Vollkornprodukte, Nüsse und Samen daher gerne regelmäßig in deine Ernährung ein.
Apropos Nährstoffe: Ähnliches gilt übrigens auch für andere Nährstoffe wie Kalium, Calcium oder Eisen. Ausgewogene Ernährung ist also nicht nur für dein allgemeines Wohlbefinden wichtig, sondern spielt auch im Sport eine große Rolle.
Nochmal zusammengefasst: Was hilft gegen Muskelkater?
Allen voran helfen Ruhe, Wärme und Kälte, lockere Bewegung und eine gute Ernährung bei den Schmerzen. Das kannst du auch in folgender Tabelle sehen:

Noch besser ist es aber, wenn der Kater gar nicht erst entsteht. Achte daher gut auf dich und deinen Körper – besonders beim Training!
Übrigens: Nutze doch die Zeit während deiner Zwangspause und plane schon mal dein erstes Training nach der Regeneration. Mit unseren Trainingsplänen fürs Gym kannst du dein nächstes Training schonender, aber mindestens genauso effektiv gestalten!
Hoffentlich weißt du jetzt, was gegen Muskelkater hilft und wie du deinen Körper bestmöglich bei der Regeneration unterstützen kannst. Gute Besserung!
Und falls du dich das nächste Mal fragst "Muskelkater – was tun?" Komm gern hierher zurück.
Literatur & Quellen
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Dietger, M. (2022). Muskelkater. In: Dietger, M. (2022). Fit und gesund von 1 bis Hundert mit Ernährung und Bewegung. Aktuelles medizinisches Wissen zur Gesundheit. 5. Auflage.
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Heinrich, C. (2021). Muskelkater lindern und vorbeugen. ApothekenUmschau.
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Konopka, Dr. P. (2019). Muskelkater – Woher er kommt und was dagegen hilft. In: Gesundheit Ganz Groß, 31(1).
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Köhlmoos, S. & Tegtbur, Prof. Dr. U. (2023). Muskelkater: Was hilft gegen die Schmerzen?
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Mosler, S. (2023). Regenerationsernährung. Sportärztezeitung.
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Pöttgen, Dr. med. K. (2019). Fokus Sporternährung. Sportärztezeitung.
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Tarsitano, M. G. et al. (2024). Effects of magnesium supplementation on muscle soreness in different type of physical activities: a systematic review. In: Journal Of Translational Medicine, 22(1).
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Die in diesem Artikel geteilten Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche oder ernährungswissenschaftliche Beratung.





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Zuletzt aktualisiert am 07.01.2026

