Vitamin C für was zuständig

Vitamin-C-Infusion: Was macht sie und braucht man sie?

Vitamin-C-Infusionen werden oft bei Erschöpfung oder Infekten eingesetzt. Wir zeigen dir, wann sich die Infusion lohnt, welche Risiken es gibt und warum Ernährung oder Supplements oft ausreichen.

Veganes Proteinpulver vs. Whey: Der ewige Kampf um den ersten Platz Du liest Vitamin-C-Infusion: Was macht sie und braucht man sie? 6 Minuten

Die Vitamine haben sich anscheinend dazu entschieden, einmal alle Buchstaben im Alphabet durchzugehen – es kann also nur eine Frage der Zeit sein, bis Vitamin Z auf dem Markt ist. Da kann einem schnell schwindelig werden und man fragt sich: Was brauche ich wirklich? Heute wollen wir zwar nicht über das gesamte Vitamin-Alphabet reden, sondern nur über einen Buchstaben: das C. Genauer gesagt: Vitamin-C-Infusionen. Was ist es? Was bewirkt es? Wie wichtig ist Vitamin C? Was passiert bei einem Mangel? Was sind die besten Quellen – und ist die Vitamin-C-Infusion eine davon? Spannende Fragen und wir klären sie alle! Bleib dran bis zum Ende und wir geben dir noch einen Überblick darüber, wie viel dich so etwas kostet, wenn du es machen möchtest. 

Apropos Schwindel & Kopfschmerzen: Das sind nicht nur Nebenwirkungen eines ellenlangen Vitamin-Alphabets, sondern könnten auch schon Hinweise auf einen Vitamin-C-Mangel sein! Welches der Vitamine dir aber wirklich fehlt, kann dir am genausten ein Blutbild sagen. Lass uns gleich weitermachen mit Wirkung und Nebenwirkungen von Vitamin-C.

Hierbei hilft die Vitamin-C-Infusion: Wirkung und Nebenwirkungen

Noch ganz kurz zum Begriff selbst: Eine Vitamin-C-Infusion ist eine Methode, um hochdosiertes Vitamin C direkt in die Blutbahn zu bringen. Im Gegensatz zur Einnahme über Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel gelangt das Vitamin dabei ohne Umweg über den Verdauungstrakt in den Körper. Sie wird oft bei Erschöpfung, einem geschwächten Immunsystem oder entzündlichen Erkrankungen eingesetzt. Auch in der alternativen Medizin kommt sie zunehmend zum Einsatz.

Vitamin C selbst ist an zahlreichen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt. Eine der bekanntesten Eigenschaften ist seine positive Wirkung auf das Immunsystem. Es trägt dazu bei, die Abwehrkräfte zu stärken und schützt die Zellen vor oxidativem Stress. Es ist außerdem auch essenziell für die Bildung von Kollagen, welches wiederum für Haut, Gelenke und Bindegewebe wichtig ist. Zudem verbessert es die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln, was besonders in der vegetarischen und veganen Ernährung von Bedeutung ist. Bestimmt hast auch du schon bemerkt, dass es bei vielen anderen Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln heißt: am besten zusammen mit Vitamin C nehmen. Das liegt eben genau daran, dass es an so vielen Prozessen im Körper beteiligt ist und dem Rest des Vitamin-Alphabets dabei sozusagen als Krückstock dient.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Zellschutz: Vitamin C wirkt als Antioxidans und neutralisiert freie Radikale, die unter anderem durch Stress oder Umweltgifte entstehen. All diese Funktionen zeigen, dass Vitamin C weit mehr als nur ein „Immun-Booster“ ist.

Doch wie schaut das nun mit einer Infusion aus – ist die für alle sinnvoll? Und wie unterscheidet sie sich von der oralen Aufnahme?

Hochdosiertes Vitamin C als Infusion – Vorteile und Risiken

Ein großer Vorteil einer hochdosierten Vitamin-C-Infusion ist die schnelle und effektive Aufnahme. Während oral zugeführtes Vitamin C nur begrenzt vom Körper verwertet wird, erreicht eine Infusion direkt den Blutkreislauf. Das liegt daran, dass der Wirkstoff nicht erst noch durch den Verdauungstrakt wandern muss, bis er es schließlich dorthin schafft, wo er gebraucht wird. Die Wirkung der Vitamin-C-Infusion zeigt sich besonders in der Stärkung des Immunsystems, der besseren Wundheilung und der Unterstützung bei chronischen Erkrankungen. Einige Menschen berichten auch von einer spürbaren Steigerung der Energie und einer Reduktion von Entzündungen.

Allerdings gibt es auch potenzielle Risiken. Eine zu hohe Dosis kann unter Umständen Nebenwirkungen wie

  • Übelkeit,

  • Durchfall,

  • Leichte Magen-Darm-Beschwerden,

  • Kopfschmerzen,

  • oder Reizungen an der Einstichstelle verursachen.

Zudem kann es bei empfindlichen Personen zu Schwindel oder leichtem Unwohlsein kommen. In seltenen Fällen wurde über ein vorübergehendes Hitzegefühl oder Hautrötungen nach der Infusion berichtet. Bei Menschen mit Nierenproblemen oder einer Neigung zur Bildung von Nierensteinen ist besondere Vorsicht geboten, da eine übermäßige Zufuhr von Vitamin C durch eine Infusion oder andere Einnahmeformen das Risiko für Oxalatsteine erhöhen kann. Ebenso kann eine sehr hohe Dosis zu einem Ungleichgewicht im Mineralstoffhaushalt führen.

Die Erstverschlimmerung

Ein weiteres Thema ist die sogenannte Erstverschlimmerung bei einer Vitamin-C-Infusion. Einige Menschen berichten nach der ersten Infusion von einer kurzfristigen Verstärkung ihrer Symptome. Das kann daran liegen, dass der Körper sich erst an die hohe Vitamin-C-Dosis gewöhnen muss. In den meisten Fällen klingen diese Reaktionen schnell wieder ab.

Eine hochdosierte Vitamin-C-Infusion sollte jedoch immer ärztlich abgesprochen werden. Wer unsicher ist oder bereits unter chronischen Erkrankungen leidet, sollte sich auf jeden Fall vorab beraten lassen, um mögliche Risiken auszuschließen.

Müdigkeit & Co.: Vitamin-C-Mangel und der Bedarf an Vitamin C

Ein Vitamin-C-Mangel kann zu verschiedenen gesundheitlichen Problemen führen. Erste Symptome sind oft Müdigkeit, Infektanfälligkeit und eine schlechte Wundheilung. Ein ausgeprägter Mangel kann langfristig sogar zu ernsthaften Erkrankungen wie Skorbut führen. Doch wie hoch ist eigentlich der tägliche Vitamin-C-Bedarf? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt für Erwachsene zwischen 95 und 110 mg pro Tag. In bestimmten Situationen – zum Beispiel bei Stress, Infektionen oder Rauchen – kann der Bedarf jedoch deutlich höher sein.

Da Vitamin C auch wichtig für weitere Prozesse ist, können durch einen Vitamin-C-Mangel natürlich auch weitere Mängel entstehen – Kollagen kann nicht mehr so gut gebildet, Eisen nicht mehr so gut aufgenommen werden, etc. 

Wie oft sollte eine Vitamin-C-Infusion angewendet werden?

Wie oft eine Infusion durchgeführt werden sollte, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei akuten Infekten oder hohem Stress kann eine wöchentliche Infusion sinnvoll sein, während bei langfristiger Anwendung auch monatliche Intervalle ausreichen können. Generell wird empfohlen, eine individuelle ärztliche Absprache zu treffen. Wer zum Beispiel regelmäßig unter Erschöpfung oder Immunschwäche leidet, könnte von einer Vitamin-C-Infusion gegen Müdigkeit profitieren. Aber psssst: Manchmal müssen wir uns auch einfach mal um unsere Schlafhygiene bemühen. Guter Schlaf ist nicht zu unterschätzen!

Üblicherweise ist eine Infusion nicht notwendig – auch die Standardeinnahme hilft dem Körper schon sehr. Sie hilft aber eher, einem Mangel vorzubeugen und kann zwar kleinere Mängel auch ausgleichen, doch solltest du ein starkes Defizit haben, das du direkt auflösen möchtest, könnte eine Vitamin-C-Infusion eine sinnvolle Maßnahme sein. 

Die Kosten der Vitamin-C-Infusion

Wie versprochen kommen wir am Ende noch auf die finanzielle Seite der Infusion zu sprechen. Wie du dir schon denken kannst: Sie ist teurer, als die Standardpräparate für die orale Aufnahme. Die Kosten variieren je nach Anbieter und Dosierung, in der Regel liegen die Preise jedoch irgendwo zwischen 50 und 150 Euro pro Infusion. Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht, es sei denn, es liegt ein nachgewiesener Vitamin-C-Mangel vor.

Hast du dich schonmal für eine Vitamin-C-Infusion entschieden? Teile gerne deine Erfahrung mit uns – oder lass uns Fragen da, wenn du welche hast.

Du willst mehr über den Rest des Vitamin-Alphabets wissen? Dann schau doch mal in unserem Beitrag zu "Alle Vitamine in einer Tabelle" vorbei.