Wo ist Magnesium drin? | Top Quellen

Wo ist Magnesium enthalten? Vor allem in Nüssen, Samen, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten – deutlich seltener in Fleisch, Milch oder Eiern.

Wo ist Magnesium drin? | Top Quellen
Melanie Seyfarth
Melanie Seyfarth

Ich muss zugeben: Bevor ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe, wusste ich nur ungefähr, dass Magnesium „irgendwas mit Krämpfen" zu tun hat und wahrscheinlich in Bananen steckt. Mittlerweile weiß ich: Beides stimmt nur halb. Vielleicht kennst du das Gefühl – ein Wadenkrampf mitten in der Nacht, und plötzlich fragst du dich ernsthaft: Wo ist Magnesium eigentlich drin, und esse ich überhaupt genug davon?

In diesem Artikel zeige ich dir, wo Magnesium drin ist, welche Mythen es zu Magnesium gibt und was du tun kannst, wenn die Ernährung allein mal nicht reicht.

Dein Wissen To Go: Wo ist Magnesium drin?

  • Spitzenreiter: Kakaopulver (ca. 545 mg/100 g), Paranüsse (379 mg/100 g) und Sesam (347 mg/100 g) liefern am meisten Magnesium.

  • Aber: Die Portionsgröße zählt! Kakaopulver oder Sesam nehmen wir meist nicht regelmäßig und in großen Mengen auf!

  • Stattdessen sind Alltagsquellen wichtig: Haferflocken, grünes Blattgemüse, Vollkornbrot, dunkle Schokolade und Nüsse & Kerne enthalten ordentlich Magnesium und lassen sich unkompliziert in deine Ernährung einbauen.

  • Pflanzlich vor tierisch: Vor allem pflanzliche Lebensmittel zählen als Magnesiumquellen.

  • Tagesbedarf: Frauen benötigen laut DGE rund 300 mg Magnesium täglich, Männer rund 350 mg. 

  • Immer mehr Menschen greifen auf Magnesium Supplemente zurück

Wie viel Magnesium brauchst du täglich?

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt einen Schätzwert für eine angemessene Zufuhr für Magnesium an: Für Erwachsene liegt dieser bei 300 mg für Frauen und 350 mg für Männer täglich. Für Schwangere gelten laut DGE derzeit die gleichen Werte wie für nicht schwangere Frauen. Bei intensivem Sport, chronischem Stress oder bestimmten Erkrankungen kann der Bedarf steigen.

Na, alles gemerkt? Diese Werte sind die Basis, um dir gleich zu zeigen, wo wie viel Magnesium drin ist – in ganz konkreten Lebensmitteln.

Magnesium-Tabelle: Wo ist viel Magnesium drin?

Welche Lebensmittel enthalten Magnesium, und wie viel steckt wirklich drin? Hier ist unsere Magnesium-Lebensmittel-Tabelle mit den Top Quellen:

Lebensmittel Zustand Magnesium pro 100 g
Hoher Gehalt (ab 150 mg pro 100 g)
Kakaopulver, schwach entölt trocken ca. 545 mg
Paranüsse roh 379 mg
Sesam roh 347 mg
Mohn roh 340 mg
Sonnenblumenkerne roh 336 mg
Kürbiskerne roh 285 mg
Mandeln roh 218 mg
Bitterschokolade (hoher Kakaoanteil) ca. 199 mg
Erdnüsse geröstet 165 mg
Mittlerer Gehalt (50–149 mg pro 100 g)
Wildreis roh, ungekocht 148 mg
Walnüsse roh 140 mg
Weiße Bohnen (Gartenbohnen) getrocknet 140 mg
Linsen, braun/grün getrocknet 129 mg
Haferflocken trocken 121 mg
Weizenvollkornmehl trocken 95 mg
Spinat gedünstet 82 mg
Mangold gedünstet 70 mg
Spinat roh 68 mg
Mangold roh 66 mg
Linsen, rot getrocknet 59 mg
Vollkornbrot 57 mg
Niedriger Gehalt (unter 50 mg pro 100 g)
Weiße Bohnen (Gartenbohnen) gekocht 45 mg
Weizenmischbrot 32 mg
Zucchini roh 29 mg
Banane roh 28 mg
Brokkoli roh 27 mg
Linsen, braun/grün gekocht 22 mg
Linsen, rot gekocht 16 mg
Weißmehl, Type 405 trocken 15 mg
Hühnerei gekocht 14 mg
Hühnerei roh 13 mg
Vollmilch, 3,5 % Fett pasteurisiert 11 mg
Kaffee (Getränk), gefiltert ca. 8 mg

Die Tabelle zeigt's schwarz auf weiß: Nüsse, Samen und Kakaoprodukte führen das Feld an, danach kommen Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte. Und Vollkornprodukte schlagen Weißmehlprodukte bei Magnesium locker um Längen.
Ein kleiner Hinweis dazu: Viele Lebensmittel sind hier im trockenen, ungekochten Zustand aufgeführt. Beim Kochen nehmen sie Wasser auf, wodurch sich der Magnesiumgehalt pro 100 g verdünnt: Aus 129 mg Magnesium in 100 g trockenen Linsen werden nach dem Kochen nur noch rund 22 mg pro 100 g gekochte Linsen.

So, jetzt wissen wir die Antwort auf die Frage, was viel Magnesium hat. Aber mal ehrlich: Isst du jeden Tag 30 Paranüsse oder einen ganzen Mohnkuchen? Wahrscheinlich eher nicht. Die Topquellen auf dem Papier sind also nicht unbedingt praktische Alltagsquellen. Realistischer sind Hülsenfrüchte, Wildreis, Nüsse oder grünes Blattgemüse – die landen wahrscheinlich öfter auf deinem Teller. Deinen Bedarf deckst du also nicht über einen einzelnen Spitzenreiter, sondern über eine Mischung aus solchen Alltagsquellen.

Lebensmittel mit Magnesium nach Lebensmittelgruppen

Du denkst eher in Lebensmittelgruppen statt in Spitzenreitern?
Hier beantworten wir die Frage, wo Magnesium drin ist, sortiert nach Lebensmittelgruppen:

Lebensmittel Zustand Magnesium pro 100 g*
Fleisch und Fisch
Thunfisch roh 50 mg
Hähnchenbrustfilet roh ca. 32 mg
Schweinefilet roh ca. 26 mg
Hering roh 26 mg
Lachs roh ca. 23 mg
Garnele roh ca. 23 mg
Rinderfilet roh 22 mg
Tierische Lebensmittel (Eier, Milch)
Hühnerei gekocht 14 mg
Hühnerei roh 13 mg
Vollmilch, 3,5 % Fett pasteurisiert 11 mg
Nüsse und Samen
Paranüsse roh 379 mg
Sesam roh 347 mg
Mohn roh 340 mg
Sonnenblumenkerne roh 336 mg
Kürbiskerne roh 285 mg
Mandeln roh 218 mg
Erdnüsse geröstet 165 mg
Walnüsse roh 140 mg
Hülsenfrüchte
Weiße Bohnen getrocknet 140 mg
Linsen, braun/grün getrocknet 129 mg
Linsen, rot getrocknet 59 mg
Weiße Bohnen gekocht 45 mg
Linsen, braun/grün gekocht 22 mg
Linsen, rot gekocht 16 mg
Getreide
Wildreis roh, ungekocht 148 mg
Haferflocken trocken 121 mg
Weizenvollkornmehl trocken 95 mg
Vollkornbrot 57 mg
Weizenmischbrot 32 mg
Weißmehl, Type 405 trocken 15 mg
Gemüse
Spinat gedünstet 82 mg
Mangold gedünstet 70 mg
Spinat roh 68 mg
Mangold roh 66 mg
Zucchini roh 29 mg
Brokkoli roh 27 mg
Obst
Banane roh 28 mg
Sonstiges
Kakaopulver, schwach entölt trocken ca. 545 mg
Bitterschokolade (hoher Kakaoanteil) ca. 199 mg
Kaffee (Getränk), gefiltert ca. 8 mg

Kleiner Fairness-Hinweis: Fleisch und Fisch landen hier spürbar weiter unten – pflanzliche Quellen wie Nüsse, Samen oder Vollkorn liefern schlicht mehr Magnesium pro 100 g. Aber auch bei pflanzlichen Lebensmitteln gibt es einen Haken: Die Phytinsäure. Phytinsäure kann die Magnesium-Aufnahme im Darm hemmen. Das bedeutet: Nicht die komplette Menge an pflanzlichem Magnesium kommt am Ende auch wirklich in deinem Körper an. Es gibt aber einige Tipps, wie du den Einfluss der Phytinsäure minimieren kannst:

Phytinsäure reduzieren – so geht's

Was kannst du tun, wenn du möglichst viel aus deinem Vollkornbrot oder deinen Linsen rausholen willst?
Der häufige Tipp, die Lebensmittel einfach zu kochen, bringt laut einer aktuellen Studie von Nsabimana et al. überraschend wenig: Phytinsäure ist nämlich hitzestabil.

Wirksamer sind:

  • Einweichen (in der Studie rund 13 % weniger Phytinsäure nach 24 Stunden),

  • Keimen bzw. Sprossen (fast 32 % weniger nach mehreren Tagen) und vor allem

  • Fermentation (je nach Kultur bis zu knapp 70 % weniger)

Am stärksten wirkt die Kombination aus allen drei Methoden: Einweichen, Keimen und Fermentieren zusammen senkten den Phytinsäuregehalt in der Studie um über 85 %. Und auch wenn es in der Studie nicht gezielt um Magnesium ging und der Fokus dort auf Mais als Lebensmittel lag, können wir die Ergebnisse für uns nutzen – denn die Mechanismen sind die gleichen. Für den Alltag heißt das also: Hülsenfrüchte über Nacht einweichen, beim Brot öfter mal zu Sauerteig greifen und beim Müsli ruhig auch gekeimte Haferflocken ausprobieren.

Wissen & Mythen rund um Lebensmittel mit Magnesium

Wo ist bei Nüssen und Samen am meisten Magnesium drin? Kürbiskerne bringen rund 285 mg Magnesium pro 100 g mit und gleichzeitig Zink und Eisen. Mandeln kommen auf 218 mg Magnesium, Walnüsse auf rund 140 mg Magnesium.

Bei Getreide gilt: Weizenvollkornmehl kommt auf rund 95 mg Magnesium pro 100 g, Weißmehl (Type 405) nur auf etwa 15 mg – über sechsmal weniger, weil beim Ausmahlen Schale und Keimling verloren gehen. Wildreis (roh, ungekocht) bringt es auf 148 mg Magnesium pro 100 g und eignet sich als magnesiumreiche Alternative zu weißem Reis.

Wie viel Magnesium hat eine Banane? Eine mittelgroße Banane (ca. 120 g) liefert rund 34 mg Magnesium. Ist Banane damit ein Magnesiumwunder? Eher nicht. Und auch die Frage, in welchem Obst viel Magnesium steckt, ist damit schnell beantwortet: Eigentlich in keinem.

Reicht die Ernährung aus? So gehst du auf Nummer sicher

Bei einer ausgewogenen Ernährung mit reichlich Vollkornprodukten, Nüssen, Hülsenfrüchten und Gemüse erreicht man die empfohlene Magnesiumzufuhr normalerweise recht easy.
Es gibt aber Situationen, in denen die Zufuhr knapp werden kann:

  • Viel Sport kann den Magnesiumbedarf erhöhen. Mehr zum passenden Timing rund ums Training liest du in unserem Artikel "Magnesium vor oder nach dem Sport".

  • Pflanzliche Ernährung, bei der nicht auf Phytinsäure geachtet wird.

  • Einseitige Diäten oder strenge Kalorienrestriktion (z. B. beim Abnehmen) schränken die Menge der aufgenommenen Nährstoffe ein.

  • Krankheiten und Medikamente: Bestimmte Krankheiten oder eine Dauermedikation können die Magnesiumaufnahme verschlechtern – sprich in solchen Fällen am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

  • Hoher Alkoholkonsum über längere Zeit.

Was passiert also, wenn der Alltag dazwischenfunkt – etwa in stressigen Phasen oder auf Reisen, wenn die Ernährung nicht so rund läuft wie sonst? Dann kann ein gutes Magnesium-Supplement eine sinnvolle Ergänzung sein. Vetains Magnesium-Komplex eignet sich für alle, die einfach auf Nummer sicher gehen wollen. Er kombiniert vier hochverfügbare Magnesiumverbindungen (Citrat, Malat, Bisglycinat, Taurat), ist vegan und laborgeprüft.

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Magnesium kombiniert mit anderen Mineralstoffen

Unser Tipp: Nach Lebensmitteln zu suchen, die mehrere Nährstoffe in Kombi enthalten, macht deine Ernährung einfacher, weil du nicht jeden Nährstoff einzeln „jagen" musst.

  • Magnesium und Kalium: Kartoffeln und Hülsenfrüchte kombinieren beide Mineralstoffe. Eine Banane liefert pro 100 g neben etwas Magnesium rund 334 mg Kalium.

  • Magnesium und Calcium: Grünes Blattgemüse wie Spinat und Mangold liefert neben Magnesium auch Calcium. Mandeln bringen pro 100 g rund 218 mg Magnesium und dazu noch rund 85 mg Calcium mit – kein Spitzenwert, aber ein netter Bonus obendrauf.

  • Magnesium und Zink: Kürbiskerne sind hier der Star. Sie liefern pro 100 g rund 285 mg Magnesium, dazu etwa 6 mg Zink und rund 5 mg Eisen. Auch Vollkornprodukte kombinieren diese Mineralstoffe.

  • Magnesium und Eisen: Hülsenfrüchte punkten oft bei beidem – weiße Bohnen liefern rund 140 mg Magnesium pro 100 g (getrocknet) und mit über 6 mg Eisen ebenfalls ordentlich Eisen. Linsen kommen mit rund 129 mg Magnesium und etwa 8 mg Eisen pro 100 g (getrocknet) auf eine ähnlich gute Kombination.

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Fazit: Wo ist am meisten Magnesium drin?

Wo ist viel Magnesium drin? Unangefochtener Spitzenreiter ist Kakaopulver, dicht gefolgt von Nüssen und Samen: Paranüsse, Sesam, Mohn und Sonnenblumenkerne liefern pro 100 g fast so viel oder sogar mehr als den gesamten Tagesbedarf. Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte bilden eine verlässliche Basis für die tägliche Magnesiumversorgung. Gemüse wie Spinat und Mangold, die altbekannte Banane und auch Bitterschokolade ergänzen das Spektrum. Vielfalt in der Ernährung ist der Schlüssel.

Auch spannend: Wann ist der richtige Zeitpunkt für Magnesium? Morgens oder abends?

Du hast Fragen? Dann schreib mir gerne eine Mail – ich freue mich, von dir zu hören! :)

*Alle Werte stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 (2025) – der offiziellen deutschen Nährwertdatenbank des Max Rubner-Instituts – und beziehen sich auf den essbaren Anteil pro 100 g.

Literatur & Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Magnesium

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): FAQ zu Magnesium

  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

  • Max Rubner-Institut (MRI): Bundeslebensmittelschlüssel (BLS), Version 4.0 (2025) – Nährwertdatenbank für Magnesiumgehalte in Lebensmitteln

  • Nsabimana, C., Ismail, B.P., Lazarte, C.E. (2024): Effects of processing methods on phytic acid content and mineral bioavailability. Frontiers in Nutrition.

  • Schuchardt JP, Hahn A. (2017): Intestinal Absorption and Factors Influencing Bioavailability of Magnesium – An Update. Current Nutrition & Food Science, 13(4).

Inhalt

    Häufig gestellte Fragen

    Kakaopulver (ca. 545 mg/100 g), Paranüsse (379 mg/100 g) und Sesam (347 mg/100 g) führen die Liste an. Auch Mohn und Sonnenblumenkerne liefern über 330 mg Magnesium pro 100 g. Pflanzliche Lebensmittel dominieren die Spitzenplätze.

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt als Schätzwert 300 mg Magnesium pro Tag für Frauen und 350 mg für Männer. Für Kinder und Jugendliche gelten niedrigere Werte, abhängig vom Alter. Bei intensivem Sport oder Stress kann der Bedarf höher ausfallen.

    Ja. Pflanzliche Magnesiumquellen wie Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte gehören zu den magnesiumreichsten Lebensmitteln überhaupt. Wer sich abwechslungsreich vegan ernährt, erreicht die Empfehlungen der DGE in der Regel ohne Probleme.

    Typische Symptome bei Magnesiummangel sind Muskelkrämpfe, Zittern, Müdigkeit und Erschöpfung. Ein Bluttest bei deiner Ärzt:in gibt Aufschluss.

    Bei einer abwechslungsreichen Ernährung mit Vollkornprodukten, Nüssen und Gemüse ist eine zusätzliche Einnahme meist nicht nötig. Für Menschen mit erhöhtem Bedarf kann ein Supplement sinnvoll sein.