Sobald die ersten warmen Sonnenstrahlen rauskommen und ich den ersten Rhabarber im Supermarkt sehe, weiß ich: Jetzt ist Frühling! Da gibt es doch kaum etwas Schöneres, als mit einem Stück saftigem veganen Kuchen bei Oma auf der Terrasse zu sitzen – oder beim Picknick mit den besten Freundinnen so richtig zu snacken. Dieser vegane Rhabarberkuchen ist genau das Rezept, das ich dir für diese besonderen Momente ans Herz legen möchte.
Nährwerte pro Portion
Zubereitung
Lege eine 26er Springform mit Backpapier aus und fette den Rand leicht mit Butter oder Öl ein, damit der Kuchen später nicht hängen bleibt.
Mische alle Zutaten für den Boden deines veganen Rhabarberkuchens zusammen – außer der Butter. Füge anschließend die kalte (!) Butter hinzu und knete die Mischung, bis du einen Mürbeteig erhältst. Knete so kurz wie möglich, damit der Teig nicht zu warm wird.
Gib etwa 525 g des Teigs in deine Backform und drücke ihn mit deinen Händen zu einem Boden mit 4-5 cm Rand. Falls das nicht so gut funktioniert, kannst du den Teig auch erst nochmal kalt stellen.
Stich mit einer Gabel Löcher in den Boden und stelle die Backform vorerst in den Kühlschrank. Auch den übrigen Teig kannst du kühlstellen, den brauchen wir erst später für die Streusel wieder.
Putze den Rhabarber. Dazu kannst du ihn waschen, bei Bedarf schälen (ich verzichte meist darauf) und die Enden abschneiden. Schneide den Rhabarber dann in etwa 1 Finger breite Stücke.
Heize den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor.
Schmelze etwas vegane Butter in einer großen Pfanne. Gib bei mittlerer Hitze den Rhabarber sowie den Zucker und eine Prise Salz dazu. Rühre immer mal wieder um.
Nach einigen Minuten (3-5 Minuten) bildet sich etwas Flüssigkeit am Boden der Pfanne. Jetzt kannst du die Stärke einrühren und alles kurz andicken lassen.
Nimm den Teig wieder aus dem Kühlschrank und verteile den Rhabarber auf dem Mürbeteigboden. Brösel dann den restlichen Teig als Streusel auf den Rhabarber und ab geht's in den Ofen. Backe den veganen Rhabarberkuchen für 40-45 Minuten.
Nimm den Kuchen dann aus dem Ofen und lass ihn kurz in der Backform abkühlen. Nach einigen Minuten kannst du ihn aus der Form nehmen und ihn auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen. Am besten schmeckt der Kuchen mit veganer Sprühsahne oder einer Kugel Eiscreme. Guten Appetit!
Recipe Note
Ich hoffe, dieses Rezept macht dir genauso viel Freude wie mir. Egal ob du den Kuchen mit deiner Familie bei einer Tasse Kaffee genießt, ihn zusammen mit Freund:innen naschst oder dir eine ruhige Auszeit alleine gönnst – dieser vegane Rhabarberkuchen bedeutet einfach Frühling und gute Laune! Die Rhabarberzeit ist so kurz, also nutze sie!
Übrigens: Dieser vegane Kuchen ist super einfach, sieht aber richtig raffiniert aus, perfekt, wenn du jemanden beeindrucken möchtest.
Kreative Variationen für deinen veganen Rhabarberkuchen
Du willst deinen Rhabarberkuchen noch ein bisschen aufpeppen? Hier sind ein paar leckere Ideen, wie du deinen Kuchen variieren kannst – so wird es garantiert nicht langweilig und immer wieder lecker:
Rhabarber-Erdbeer-Kombination: Erdbeeren haben zur gleichen Zeit Saison wie Rhabarber. Zufall? Ich glaube nicht! Die beiden sind nämlich einfach ein Match made in heaven! Einfach ein Teil des Rhabarbers durch Erdbeeren ersetzen und schon hast du eine super fruchtige Variante, die auch optisch ein Highlight ist.
Veganer Rhabarberkuchen mit Rührteig als Alternative zum Mürbeteig: Während ein veganer Rhabarberkuchen mit Mürbeteig herrlich mürbe und buttrig schmeckt, ist ein Rührteig eher leicht und luftig. Bisher haben wir noch kein Kuchenrezept mit Rührteig – hast du Lust darauf? Dann melde dich doch gerne bei mir!
Rhabarberkuchen mit veganem Pudding: Eine Schicht veganer Vanillepudding zwischen Teig und Rhabarber macht den Kuchen noch cremiger. Dafür einfach Vanillepuddingpulver mit Pflanzenmilch und etwas Zucker aufkochen, abkühlen lassen und auf dem Boden verteilen, bevor die Rhabarberstücke draufkommen. Diese Variante erinnert ein bisschen an Omas Rhabarberkuchen mit Streuseln – nur eben in der veganen Version.
Glutenfreie Version: Für alle, die Gluten meiden möchten oder müssen: Du kannst das Weizenmehl einfach durch eine glutenfreie Mehlmischung ersetzen. Achte bei glutenfreien Varianten darauf, eventuell etwas mehr Flüssigkeit hinzuzufügen, damit der Teig nicht zu trocken wird. Achte auch bei den anderen Zutaten darauf, dass sie glutenfrei sind! Dann können alle den veganen Rhabarberkuchen genießen!
Na, welche Variante gibt es bei dir heute?
Tipps für die besten Streusel
Streusel und Rhabarber sind für mich das absolute Dream-Team. Die knusprigen, buttrigen Streusel bilden einen perfekten Kontrast zur saftigen, leicht säuerlichen Füllung darunter. Kein Wunder, dass Rhabarber Streusel Kuchen so beliebt ist!
Damit dein veganer Rhabarberkuchen mit Streuseln so richtig gut wird, habe ich einige Geheimtipps aus Mamas Backbuch für dich zusammengesucht – aber pssst, nicht weitersagen:
Eiskalte vegane Butter verwenden: Nimm die Butter frisch aus dem Kühlschrank und verarbeite alles erst kurz vor dem Backen bzw. stelle den Teig zwischendurch nochmal kühl. So bleibt das Fett länger fest und bildet beim Backen die perfekte Knusperstruktur.
Nicht überkneten: Bearbeite die Streusel nur so lange, bis sich grobe Krümel bilden. Zu langes Kneten oder warme Finger machen sie matschig.
Ober-/Unterhitze statt Umluft: Mit Ober-/Unterhitze werden die Streusel gleichmäßiger knusprig, während Umluft sie schnell austrocknen kann.
Kuchen auf einem Gitter abkühlen lassen: So zirkuliert die Luft gut und die Streusel bleiben knusprig.
Übrigens: Wenn du etwas mehr Streusel auf deinem veganen Rhabarberkuchen möchtest, kannst du einfach etwas mehr Teig machen und dann etwa 2/3 für den Boden und 1/3 für die Streusel verwenden: 420 g Mehl, 75 g Kokosblütenzucker, 45 g Apfelmus, 1.5 TL Vanilleextrakt, 1 Prise Salz, 210 g vegane Butter, 2 EL Hafermilch.
Alternative: Knuspertopping
Falls du gerade keine Lust auf klassische Streusel hast oder etwas zuckerreduzierter essen möchtest, kann ich dir das Knuspertopping von unserem Apfelkuchen empfehlen. Das gibt eine nussige Note und ist eine schnelle Alternative zum klassischen Streuselkuchen.
Leckeres Wissen zu Rhabarber
Denkst du bei veganem Rhabarberkuchen auch an einen Obstkuchen? Wenn ja, wird dich der erste Rhabarberfakt bestimmt überraschen: Rhabarber ist eigentlich gar kein Obst. Botanisch gesehen gehört er zur Familie der Knöterichgewächse und wird dem Gemüse zugeordnet. Trotzdem verwenden wir ihn wie Obst, in Kuchen, Kompott oder als Füllung für süße Leckereien. Diese kleine Besonderheit macht ihn für mich noch sympathischer!
Die Rhabarberzeit erstreckt sich typischerweise von April bis zum Johannistag am 24. Juni. Danach steigt der Oxalsäuregehalt in den Stängeln, was den Geschmack und die Bekömmlichkeit beeinträchtigt.
So findest du guten Rhabarber: Achte beim Einkauf auf feste, glänzende Stängel ohne weiche Stellen. Rote Sorten schmecken etwas milder als grüne und müssen oft nicht mal geschält werden. Im Kühlschrank, in ein feuchtes Tuch gewickelt, hält frischer Rhabarber einige Tage. Du kannst ihn auch in Stücke schneiden und einfrieren – so hast du auch außerhalb der Saison etwas davon. Das bedeutet: Veganer Rhabarberkuchen all year long!
Rhabarberkuchen als veganer Blechkuchen
Dieser vegane Rhabarberkuchen eignet sich super, wenn du für viele Leute backen möchtest – zum Beispiel für Familienfeiern, Picknicks oder den Büro-Kaffeeklatsch. Das Rezept lässt sich nämlich ganz einfach auf ein Backblech anpassen, sodass du eine größere Menge auf einmal bekommst und alle satt werden. Es gibt schließlich fast nichts Schlimmeres, als ungestillter Kuchenhunger!
Rezeptanpassung für große Gruppen:
Um den veganen Rhabarberkuchen blech-tauglich zu machen, verdoppelst oder verdreifachst du einfach die Zutatenmengen und verwendest ein großes Backblech. Die Backzeit verlängert sich dann etwas, also behalte den Kuchen im Ofen gut im Auge.
Übrigens: Ein großer Blechkuchen ist auch ideal fürs Meal-Prep, oder besser gesagt Cake-Prep: Du kannst ihn in Stücke schneiden, luftdicht verpacken und einfrieren. So hast du immer einen leckeren veganen Rhabarberkuchen parat, wenn spontan Besuch kommt oder du einfach Lust auf ein süßes Stück hast.
Veganes Protein in deinem Kuchen
Wenn du, wie ich, gerne ein bisschen mehr Protein in deine veganen Kuchenrezepte einbaust, habe ich einen Tipp für dich: Veganes Proteinpulver lässt sich wunderbar in den Teig integrieren!
Wir bei Vetain haben hochwertige pflanzliche Proteinpulver entwickelt, die sich perfekt zum Backen eignen. Ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne Schnickschnack und künstliche Süßstoffe – genau das, was ich mir für meine Rezepte wünsche. Das Schöne ist: Du merkst kaum, dass Protein im Kuchen steckt!
Lust auf eine proteinreiche Version des veganen Rhabarberkuchens? Am besten mischst du das Proteinpulver trocken unter das Mehl. Reduziere dafür die Mehlmenge um etwa 20-30 Gramm und ersetze sie durch Proteinpulver. Da Proteinpulver Feuchtigkeit bindet, gib eventuell einen Schuss mehr Pflanzenmilch dazu. Vanille-Proteinpulver ist mein Favorit für diesen Rhabarberkuchen – es harmoniert sanft mit der Säure und unterstreicht die natürliche Süße. Aber auch unser Beerenprotein passt fantastisch zu Rhabarber!
Rhabarber & Kuchen & Vegan & Proteine? Immer eine gute Idee!
Austauschtabelle
Wie oft wollen wir ein Rezept nachkochen, aber es fehlen bestimmte Zutaten oder wir mögen einzelne Komponenten nicht? Für diesen Fall haben wir hier eine Austauschtabelle für dich, damit du den schnellen veganen Rhabarberkuchen so anpassen kannst, wie du es magst! Tausche einzelne Zutaten einfach nach Belieben aus!
Kokosblütenzucker → Andere Arten von Zucker
Apfelmus → Andere Fruchtmuse wie Birnenmus
Vegane Butter → Vegane Margarine
Hafermilch → Sojamilch, Mandelmilch, …
Unser Rhabarberkuchen ist vegan; du kannst aber natürlich auch tierische Zutaten verwenden.





45 Minuten
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